Saugroboter im Test: Wie leistungsfähig ist die elektronische Putzhilfe?

Petra ist 42 Jahre alt, berufstätig und verheiratet. Die Mutter zweier Kinder und stolze Besitzerin eines Golden Retriever namens Finley bewohnt mit ihrer Familie ein Reihenhaus am Rande einer Großstadt. Zu ihren täglichen (wenn auch unfreiwilligen) Ritualen gehört das Staubsaugen. Um im Kampf mit Hundehaaren, Schmutz von den Straßenschuhen und Hausstaub die Oberhand zu behalten, führt kein Weg an dieser lästigen Pflichtaufgabe vorbei. Eine Stunde täglich investiert Petra in die Reinigung der Böden, Zeit die die zweifache Mutter sinnvoller nutzen könnte. Vor diesem Hintergrund reifte langsam der Gedanke, sich mit der Anschaffung eines Saugroboters, eine Arbeitserleichterung zu verschaffen. Petra testete für uns ein neues Modell und lieferte uns einen ausführlichen Testbericht, den wir an dieser Stelle veröffentlichen:

Testbericht Saugroboter: Wie leistungsfähig ist die elektronische Putzhilfe?Tagein, tagaus das immer gleiche Ritual: Staubsaugen stand von Montag bis Sonntag auf dem Programm. Jeden Nachmittag verbrachte ich eine Stunde zusammen mit meinem Bodenstaubsauger. Bahn für Bahn saugte ich jedes Zimmer durch und vergaß auch den Flur, die Küche und die beiden Badezimmer nicht. Leider war die zeitraubende Hausarbeit unbedingt erforderlich. Finleys Haare sammelten sich an allen Stellen, die der Hund im Laufe eines Tages aufgesucht hatte und wir selbst trugen Straßenschmutz mit unseren Schuhen in das Haus. Oft dachte ich an die Zeit, die ich gewinnen würde, wenn das lästige Staubsaugen entfallen würde. Eine Stunde mehr am Tag könnte ich mich mit den Kindern beschäftigen, die Blumenbeete im Garten pflegen oder ganz einfach nach der Arbeit auf der Couch mit einer Tasse Kaffee entspannen.

Den Gedanken an eine stressfreie Stunde für mich allein hatte ich eigentlich schon begraben, bis ich eines Tages einen Bericht über Saugroboter las. Sollte es tatsächlich eine Lösung für mein Problem geben? So richtig vorstellen konnte ich es mir nicht, dass die elektronische Putzhilfe völlig selbstständig die Böden vom Schmutz befreit. Doch der Gedanke war einfach zu verlockend und so entschloss ich mich, ein Modell zu testen.

Gründlich Staubsaugen: Schafft das der Saugroboter?

Die Ankündigungen des Herstellers klangen für mich sportlich: Morgens sollte der Saugroboter mit seiner Arbeit beginnen und am Nachmittag, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, sind die Böden blitzblank geputzt. Voller Skepsis dachte ich an Teppichkanten, Tischbeine, die bodenlangen Fenstervorhänge und die Treppenstufen im zweiten Stock. Wird der Saugroboter trotz der Hindernisse gründlich saugen? Und was passiert, wenn er Akku schwächelt? Also beschloss ich, keine Zeit zu verlieren und den kleinen Kerl probeweise loszuschicken. Überrascht war ich von der kinderleichten Bedienung. Nach wenigen Minuten hatte ich den Saugroboter programmiert und schickte ihn zu seinem ersten Einsatz im Erdgeschoss los.

Natürlich behielt ich ihn die ganze Zeit im Auge, so wie es der Hersteller beim ersten Mal empfiehlt. Erstaunt sah ich zu, wie der Saugroboter die Tischbeine umkurvte und vor den bodenlangen Fenstervorhängen stoppte und abdrehte. Laut Bedienungsanweisung sorgen optische Sensoren und die Lasernavigation dafür, dass der kleine Kerl Hindernisse erkennt und ihnen geschickt ausweicht. Dass dies in der Praxis tadellos funktioniert, überraschte mich zunächst. Angetan war ich von der Gründlichkeit, mit der der Saugroboter vorging. Jeder frei zugängliche Zentimeter des Bodens wurde abgefahren und vom Schmutz befreit. Schwierigkeiten hatte die Putzhilfe nur vereinzelt mit den Ecken, wo hin und wieder Staubreste zurückblieben. Doch mit diesem vermeintlichen Manko kann ich gut leben. Auch das Geschirr im Geschirrspüler wird nicht bei jedem Waschgang restlos von Essensresten befreit.

Und was ist mit den Hundehaaren?

Saugergebnis nach 1 Stunde saugen mit einem SaugroboterDa die Haare unseres tierischen Mitbewohners überall in der Wohnung zu finden sind, war es für mich enorm wichtig, dass der Saugroboter auch mit diesem Problem fertig wird. Aus diesem Grund habe ich mich für ein Modell entschieden, bei dem spezielle Bürsten für Tierhaare im Lieferumfang enthalten sind.

Bei meiner Recherche erfuhr ich, dass sich Hundehaare in herkömmlichen Bürsten verfangen und das Saugergebnis negativ beeinflussen können. Das wollte ich auf jeden Fall vermeiden. Ich montierte die Spezialbürsten an der Unterseite, was sich als Kinderspiel erwies. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Selbst größere Ansammlungen von Hundehaaren saugte der Hightech-Sauger mühelos ein. Allerdings musste ich die Bürsten nach der Fahrt durch die Wohnung reinigen, da sich einzelne Haare in den Borsten verfangen hatten. Lediglich auf unserem Hochflorteppich im Wohnzimmer kapitulierte der Saugroboter. Aber dafür sind die flachen Haushaltshilfen schließlich auch nicht ausgelegt.

Genial: Eigenständiges Aufladen bei schwächelnden Akkus

Bis zu diesem Punkt hatte der Saugroboter meine Erwartungen erfüllt. Blieb nur noch eine Frage offen: Was passiert, wenn die Akkuleistung nachlässt? Gestartet ist die flache Putzhilfe von der Docking-Station. Aber findet der Saugroboter auch eigenständig den Weg zurück, wie in der Bedienungsanleitung beschrieben. Penibel habe ich darauf geachtet, dass keine Hindernisse den Weg zur Ladestation versperren. Und tatsächlich: Nach knapp zwei Stunden unterbrach der Roboter seine Arbeit und machte sich auf den Weg zurück zur Docking-Station. Ich warf einen Blick auf die Anzeige und überzeugte mich vom niedrigen Ladestand. Nachdem die Akkus vollständig aufgeladen waren, setzte sich der kleine Kerl in Bewegung und nahm seine Tätigkeit wieder auf.

Fazit: Nach einer Woche Testlauf möchte ich den Saugroboter nicht mehr missen. Während ich vormittags auf der Arbeit bin, befreit der flache Roboter die Böden vom Schmutz. Lediglich das Entleeren des Auffangbehälters ist häufiger erforderlich, als beim Bodenstaubsauger. Das liegt aber daran, dass der Saugroboter ohne Staubsaugerbeutel auskommt. Die Anschaffungskosten für diese Verbrauchsmaterialien entfallen demzufolge. Mir persönlich verhilft der kleine Helfer an jedem Tag zu einer kleinen Auszeit - ein Luxus, auf den ich nicht mehr verzichten möchte.

Wir bedanken uns bei Petra für den sehr schönen Testbericht! Mai 2017

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